Pressearbeit für die HIGH-TECH-CLINIC HC GmbH, Nürnberg
Brustkrebs eine dauerhafte Entstellung?
Brustkrebs ist immer noch eine
schockierende und lebensbedrohende Diagnose, die umfangreiche medizinische
Eingriffe und postoperative Therapien erfordert. Ist diese Phase jedoch
überstanden, kann die betroffene Brust mit Hilfe der Rekonstruktiven Chirurgie wiederhergestellt
werden.
So wahr und so schlimm: Jede 11 Frau wird
in ihrem Leben mit einer für sie dramatischen Krankheit konfrontiert, dem
Brustkrebs, in der Fachsprache Mammakarzinom genannt. Die Erkrankung bedeutet
nicht nur körperlichen Stress durch Operation und nachfolgende Therapien. Viele
Frauen leiden vor allem auch psychisch darunter, dass ihnen eine Brust
abgenommen wurde. Manche von ihnen gewöhnen sich daran, mit nur einer Brust zu
leben, andere wählen die Möglichkeit, sich mit Hilfe der Rekonstruktiven Chirurgie
die Brust wiederherstellen zu lassen.
Was kann die Frau tun, um sich vor der Diagnose Brustkrebs zu schützen?
Die Diagnose Brustkrebs muss nicht immer
ein Schreckgespenst sein. Denn frühzeitig erkannt, gestaltet sich der
eventuelle operative Eingriff weniger umfassend und das Leben ist nicht
unbedingt ernsthaft in Gefahr. Eine regelmäßige Basismammographie, ab 40 Jahren
alle 1 bis 2 Jahre durchgeführt, kann dazu beitragen, den Krebs sehr früh zu
erkennen. Leider bezahlt die Krankenkasse diese Untersuchung nur bei Verdacht
auf Brustkrebs. Als präventive Maßnahme muss die Patienten die etwa 60 Euro für
die Untersuchung selbst bezahlen.
Vor dem Hintergrund, dass die Sterberate
bei Brustkrebs in Deutschland jährlich bei ungefähr 19.000 Frauen liegt,
verweist der Gynäkologe Dr. Franz Heinz, Klinikleiter der High-Tech-Clinic in
Nürnberg, allerdings auch darauf, wie wichtig deshalb die Selbstuntersuchung
der Patientin ist: Die meisten Frauen kennen ihre Brust weniger als ihren
restlichen Körper, berühren sie einfach nicht besonders gern. Dabei ist die
regelmäßige Selbstuntersuchung der einfachste und schnellste Weg, Anomalien an
der Brust festzustellen und dann sofort den Arzt aufzusuchen. Der zeigt der
Patientin übrigens auch gern, wie einfach die Selbstuntersuchung ist.
Zur Krebsprävention trägt eine ausgewogene
Ernährung bei, zu der Soja gehört, das pflanzliche Östrogene enthält, die Vitamine
A, C und E sowohl Zink- und Selenpräparate. Verstärkt wird der vorbeugende
Effekt durch den Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, selbst in kleinen Mengen.
Auch ein Auge auf das Körpergewicht ist wichtig, denn übergewichtige Frauen
erkranken öfter als Brustkrebs als Frauen mit Normalgewicht.
Was, wenn es tatsächlich Krebs ist?
Eine Brustkrebsoperation bedeutet nicht
unbedingt eine Amputation, vor allem, wenn der Krebs in einem frühen Stadium
diagnostiziert wird. Der Tumor wird zwar großzügig entfernt, aber die Brust
bleibt größtenteils erhalten. Nach dem Eingriff muss die verbliebene Brust
bestrahlt werden.
Bei einer Amputation kann die Brust, wenn
die Patientin dies wünscht, sofort rekonstruiert werden oder zu jedem
beliebigen späteren Zeitpunkt.
In jedem Fall werden nach den Operationen verschiedene
therapeutische Maßnahmen notwendig, die jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich sind.
Alle guten Dinge sind drei die Therapiemöglichkeiten
Bei der Hormontherapie muss die Patientin
drei Jahre lang täglich ein Anti-Östrogen-Präparat einnehmen oder es sich
einmal monatlich injizieren lassen.
Wenn die Brust erhalten wird, ist eine
Strahlentherapie obligatorisch, wobei der Strahl nur durch die Brust, nicht
durch den ganzen Körper geht. Zwischen 28 und 35 Mal wird die Brust jeweils drei
Minuten lang bestrahlt. Nach der Bestrahlung ist eine besondere Pflege der Haut
notwendig und direkte Sonne zu meiden. In manchen Fällen tritt eine leichte
Schwellung der Brust auf oder die Patientin fühlt sich matt. Gelegentlich
verändert sich auch das Blutbild.
Die dritte Art der Therapie ist die
Chemotherapie, die heute in der Regel gut verträglich ist. Im Abstand von drei
Wochen werden in vier bis sechs Zyklen zwei bis drei Substanzen zwei bis vier
Stunden lang per Infusion eingebracht. Gegen die Übelkeit, eine Nebenwirkung
der Chemotherapie, gibt es heute gut wirkende Medikamente. Alle drei Methoden
werden ambulant durchgeführt und der allgemeine Zustand wird nur wenig beeinträchtigt.
Am meisten gefürchtet ist die Chemotherapie.
Zu Unrecht, sagt Dr. Heinz. Durch die Begleitmedikation ist die Chemotherapie
weit weniger unangenehm als noch vor einigen Jahren. Und nach dem nicht immer
obligatorischen Haarausfall wachsen die Haare sogar schöner und kräftiger nach
als sie zuvor waren. Manchmal sogar in einer veränderten Haarfarbe oder statt
glatter Haare in Locken.
Die Rekonstruktion der Brust
Wünscht eine Patientin einen Wiederaufbau
ihrer Brust gibt es mehrere Möglichkeiten, diesen Wunsch zu realisieren.
Bei der sogenannten Expandertechnik wird eine
dehnbare Spezialprothese unter den Brustmuskel geschoben, die durch ein unter der Haut liegendes Ventil so lange schrittweise
vergrößert wird, bis das gewünschte Brustvolumen erreicht ist. Dieses Kissen
wird dann durch eine endgültige Prothese ersetzt. Silikon ist zwar ein
Fremdmaterial, hat sich aber in den 40 Jahren bewährt, in denen es in der
Medizin eingesetzt wird. Seine Unbedenklichkeit wurde in den letzten Jahren nochmals
bewiesen.
Beim Brustaufbau mit körpereigenem Gewebe
wird Haut-, Fett- und Muskelgewebe von Bauch oder Rücken entnommen. Aus diesem
Gewebe wird ein Brusthügel geformt.
Die dritte Möglichkeit stellt eine
Kombination aus beiden Varianten dar: Die für den Brustaufbau notwendige Haut
wird am Rücken entnommen, das Brustvolumen mit einem Implantat hergestellt.
Frau Dr. Margret Passmann, Chefärztin an
der High-Tech-Clinic, widmet sich seit über 16 Jahren dem Problem des Mammakarzinoms
und verfügt über ein breites Erfahrungsspektrum bei entsprechenden. Natürlich haben
die Verfahren Vor- und auch Nachteile. Die Entscheidung, welche Methode im
Einzelfall die Richtige ist, wird ganz individuell getroffen. Dazu sind
ausführliche, detaillierte und verständliche Beratungsgespräche notwendig. In
manchen Fällen können wir auch sehr hilfreiche Kontakte zu Patientinnen herstellen,
die eine entsprechende rekonstruktive Operation gerade hinter sich haben. Diese
Möglichkeit der Bewertung der Operation von einer Patientin für eine Patientin
hilft die oftmals vorhandenen Ängste vor der OP abzubauen.
Und was kommt danach?
Alle therapeutischen und rekonstruktiven
Maßnahmen bedeuten eine massive psychische Belastung für die Patientin. Sie wird
nach der Diagnose Brustkrebs vielleicht das erste Mal mit der Angst um ihr
Leben und mit der Einsicht konfrontiert, dass das Leben endlich ist. Die
Reaktionen darauf sind unterschiedlich: manche scheinen zu verzweifeln und
suchen den Rat eines Psycho-Onkologen, andere überdenken ihr Leben, bewerten
vieles anders und geben ihm vielleicht auch eine neue Richtung. Wichtig für die
Bewältigung der Krankheit und ihrer Folgen ist in jedem Fall ein gut
funktionierendes, soziales Umfeld. Das können die Familie, der Partner,
Freundinnen oder auch andere Betroffene sein. Eine Patientin von Frau Dr. Passmann-Wolters
konnte in ihrer Erkrankung auch etwas Positives sehen: Ich habe mein Leben auf
einmal mit anderen Augen gesehen. Ich finde, dass es nicht ärmer sondern
reicher geworden ist. Seltsam nicht?!
|