23.02.09





Pressearbeit für die HIGH-TECH-CLINIC HC GmbH, Nürnberg

 

Brustkrebs – eine dauerhafte Entstellung?

 

Brustkrebs ist immer noch eine schockierende und lebensbedrohende Diagnose, die umfangreiche medizinische Eingriffe und postoperative Therapien erfordert. Ist diese Phase jedoch überstanden, kann die betroffene Brust mit Hilfe der Rekonstruktiven Chirurgie wiederhergestellt werden.

 

So wahr und so schlimm: Jede 11 Frau wird in ihrem Leben mit einer für sie dramatischen Krankheit konfrontiert, dem Brustkrebs, in der Fachsprache Mammakarzinom genannt. Die Erkrankung bedeutet nicht nur körperlichen Stress durch Operation und nachfolgende Therapien. Viele Frauen leiden vor allem auch psychisch darunter, dass ihnen eine Brust abgenommen wurde. Manche von ihnen gewöhnen sich daran, mit nur einer Brust zu leben, andere wählen die Möglichkeit, sich mit Hilfe der Rekonstruktiven Chirurgie die Brust wiederherstellen zu lassen.

 

Was kann die Frau tun, um sich vor der Diagnose Brustkrebs zu schützen?

Die Diagnose „Brustkrebs“ muss nicht immer ein Schreckgespenst sein. Denn frühzeitig erkannt, gestaltet sich der eventuelle operative Eingriff weniger umfassend und das Leben ist nicht unbedingt ernsthaft in Gefahr. Eine regelmäßige Basismammographie, ab 40 Jahren alle 1 bis 2 Jahre durchgeführt, kann dazu beitragen, den Krebs sehr früh zu erkennen. Leider bezahlt die Krankenkasse diese Untersuchung nur bei Verdacht auf Brustkrebs. Als präventive Maßnahme muss die Patienten die etwa 60 Euro für die Untersuchung selbst bezahlen.

Vor dem Hintergrund, dass die Sterberate bei Brustkrebs in Deutschland jährlich bei ungefähr 19.000 Frauen liegt, verweist der Gynäkologe Dr. Franz Heinz, Klinikleiter der High-Tech-Clinic in Nürnberg, allerdings auch darauf, wie wichtig deshalb die Selbstuntersuchung der Patientin ist: „Die meisten Frauen kennen ihre Brust weniger als ihren restlichen Körper, berühren sie einfach nicht besonders gern. Dabei ist die regelmäßige Selbstuntersuchung der einfachste und schnellste Weg, Anomalien an der Brust festzustellen und dann sofort den Arzt aufzusuchen. Der zeigt der Patientin übrigens auch gern, wie einfach die Selbstuntersuchung ist.“

Zur Krebsprävention trägt eine ausgewogene Ernährung bei, zu der Soja gehört, das pflanzliche Östrogene enthält, die Vitamine A, C und E sowohl Zink- und Selenpräparate. Verstärkt wird der vorbeugende Effekt durch den Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, selbst in kleinen Mengen. Auch ein Auge auf das Körpergewicht ist wichtig, denn übergewichtige Frauen erkranken öfter als Brustkrebs als Frauen mit Normalgewicht.

 

Was, wenn es tatsächlich Krebs ist?

Eine Brustkrebsoperation bedeutet nicht unbedingt eine Amputation, vor allem, wenn der Krebs in einem frühen Stadium diagnostiziert wird. Der Tumor wird zwar großzügig entfernt, aber die Brust bleibt größtenteils erhalten. Nach dem Eingriff muss die verbliebene Brust bestrahlt werden. Bei einer Amputation kann die Brust, wenn die Patientin dies wünscht, sofort rekonstruiert werden oder zu jedem beliebigen späteren Zeitpunkt.

In jedem Fall werden nach den Operationen verschiedene therapeutische Maßnahmen notwendig, die jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich sind.

 

Alle guten Dinge sind drei – die Therapiemöglichkeiten

Bei der Hormontherapie muss die Patientin drei Jahre lang täglich ein Anti-Östrogen-Präparat einnehmen oder es sich einmal monatlich injizieren lassen.

Wenn die Brust erhalten wird, ist eine Strahlentherapie obligatorisch, wobei der Strahl nur durch die Brust, nicht durch den ganzen Körper geht. Zwischen 28 und 35 Mal wird die Brust jeweils drei Minuten lang bestrahlt. Nach der Bestrahlung ist eine besondere Pflege der Haut notwendig und direkte Sonne zu meiden. In manchen Fällen tritt eine leichte Schwellung der Brust auf oder die Patientin fühlt sich matt. Gelegentlich verändert sich auch das Blutbild.

Die dritte Art der Therapie ist die Chemotherapie, die heute in der Regel gut verträglich ist. Im Abstand von drei Wochen werden in vier bis sechs Zyklen zwei bis drei Substanzen zwei bis vier Stunden lang per Infusion eingebracht. Gegen die Übelkeit, eine Nebenwirkung der Chemotherapie, gibt es heute gut wirkende Medikamente.  Alle drei Methoden werden ambulant durchgeführt und der allgemeine Zustand wird nur wenig beeinträchtigt.

Am meisten gefürchtet ist die Chemotherapie. Zu Unrecht, sagt Dr. Heinz. „Durch die Begleitmedikation ist die Chemotherapie weit weniger unangenehm als noch vor einigen Jahren. Und nach dem nicht immer obligatorischen Haarausfall wachsen die Haare sogar schöner und kräftiger nach als sie zuvor waren. Manchmal sogar in einer veränderten Haarfarbe oder statt glatter Haare in Locken.“

 

Die Rekonstruktion der Brust

Wünscht eine Patientin einen Wiederaufbau ihrer Brust gibt es mehrere Möglichkeiten, diesen Wunsch zu realisieren.

Bei der sogenannten Expandertechnik wird eine dehnbare Spezialprothese unter den Brustmuskel geschoben, die durch ein unter der Haut liegendes Ventil so lange schrittweise vergrößert wird, bis das gewünschte Brustvolumen erreicht ist. Dieses Kissen wird dann durch eine endgültige Prothese ersetzt. Silikon ist zwar ein Fremdmaterial, hat sich aber in den 40 Jahren bewährt, in denen es in der Medizin eingesetzt wird. Seine Unbedenklichkeit wurde in den letzten Jahren nochmals bewiesen.

Beim Brustaufbau mit körpereigenem Gewebe wird Haut-, Fett- und Muskelgewebe von Bauch oder Rücken entnommen. Aus diesem Gewebe wird ein Brusthügel geformt.

Die dritte Möglichkeit stellt eine Kombination aus beiden Varianten dar: Die für den Brustaufbau notwendige Haut wird am Rücken entnommen, das Brustvolumen mit einem Implantat hergestellt.

Frau Dr. Margret Passmann, Chefärztin an der High-Tech-Clinic, widmet sich seit über 16 Jahren dem Problem des Mammakarzinoms und verfügt über ein breites Erfahrungsspektrum bei entsprechenden. „Natürlich haben die Verfahren Vor- und auch Nachteile. Die Entscheidung, welche Methode im Einzelfall die Richtige ist, wird ganz individuell getroffen. Dazu sind ausführliche, detaillierte und verständliche Beratungsgespräche notwendig. In manchen Fällen können wir auch sehr hilfreiche Kontakte zu Patientinnen herstellen, die eine entsprechende rekonstruktive Operation gerade hinter sich haben. Diese Möglichkeit der Bewertung der Operation von einer Patientin für eine Patientin hilft die oftmals vorhandenen Ängste vor der OP abzubauen.“

 

Und was kommt danach?

Alle therapeutischen und rekonstruktiven Maßnahmen bedeuten eine massive psychische Belastung für die Patientin. Sie wird nach der Diagnose Brustkrebs vielleicht das erste Mal mit der Angst um ihr Leben und mit der Einsicht konfrontiert, dass das Leben endlich ist. Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich: manche scheinen zu verzweifeln und suchen den Rat eines Psycho-Onkologen, andere überdenken ihr Leben, bewerten vieles anders und geben ihm vielleicht auch eine neue Richtung. Wichtig für die Bewältigung der Krankheit und ihrer Folgen ist in jedem Fall ein gut funktionierendes, soziales Umfeld. Das können die Familie, der Partner, Freundinnen oder auch andere Betroffene sein. Eine Patientin von Frau Dr. Passmann-Wolters konnte in ihrer Erkrankung auch etwas Positives sehen: „Ich habe mein Leben auf einmal mit anderen Augen gesehen. Ich finde, dass es nicht ärmer sondern reicher geworden ist. Seltsam nicht?!“

 

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